Im Folgenden findet ihr eine Übersicht über die vom BDV angebotenen Fortbildungen: Ausflüge, Workshops und Vorträge. Alle Veranstaltungen richten sich sowohl an unsere Mitglieder als auch alle anderen Interessierten und sind meistens kostenfrei. Bei Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmer:innenzahl werden Vereinsmitglieder bevorzugt berücksichtigt.
ÜBERSICHT
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Stolpersteinspaziergang
Am 03. Juni 2026 um 18 Uhr in Eltville - kostenfrei
Eltvilles Stadtverordnetenvorsteher Ingo Schon und Bürgermeister Patrick Kunkel laden in jedem Jahr zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus ein. In diesem Jahr wird es eine zusätzliche Veranstaltung geben, die wir gemeinsam organisieren.
„Uns ist es ein Herzensanliegen, dass wir das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und an die nächsten Generationen weitergeben.“ Das unterstreichen Kunkel und Schon gleichermaßen. „Wir wollen eine Verbindung ziehen zwischen dem Gedenken und dem bewussten Engagement für unsere Demokratie.“
Treffpunkt: Ehemaliges Amtsgericht - Schwalbacher Straße 40 in Eltville-Erbach
Keine Anmeldung erforderlich.

Vortrag von Peter Kalb
Die Frankfurter Auschwitz-Prozesse
Am 24. August 2026 um 19
Uhr in der Mediathek Eltville - kostenfrei
"Der Eindruck ist zu stark, man sollte die Aufnahmen und Dokumente veröffentlichen und an die Schulen tragen, denn dort ist die Desinformiertheit am größten."
- Peter Kalb am 23.08.1965 in der ARD Sendung Panorama
In seinem Vortrag erinnert uns Herr Kalb an die Zeit, in der er als junger Student der Soziologie Zeugen der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt betreute. Während der Prozesse unterstützte er die Überlebenden, die als Zeugen aussagten, und erlebte die Konfrontation der Opfer mit den Tätern. Das berührte ihn zutiefst und diese Erfahrungen prägten sein Leben bis heute.
Keine Anmeldung erforderlich.

Vortrag von Katrin Himmler (Großnichte Heinrich Himmlers)
Die Brüder Himmler.
Eine deutsche Familiengeschichte oder:
Wie wurden meine Großeltern
Nationalsozialisten?
Am 29. Oktober 2026 um 19 Uhr im Hörsaal 50/51 (Neubau) der Hochschule Geisenheim - kostenfrei
In ihrem Vortrag geht Katrin Himmler der Frage nach, warum der Nationalsozialismus und seine „Herrenmenschen“-Ideologie so attraktiv waren für ihre eigenen Großeltern und für so viele andere Deutsche und erläutert dies unter anderem anhand der Forschungsergebnisse zu ihrer Familiengeschichte, die sie in ihrem Buch „Die Brüder Himmler“ veröffentlicht hat.
Anschließend berichtet sie darüber, wie man in der Himmler-Familie, aber auch in anderen deutschen Familien nach 1945 mit der (Mit-) Verantwortung an den NS-Verbrechen umging. Inwiefern wurde diese Verantwortung verschwiegen, verharmlost und zum Teil noch bis heute geleugnet? Welche Auswirkungen hatten das familiäre Schweigen und die mangelhafte Strafverfolgung von NS-Tätern nach 1945 auf die nachkommenden Generationen - in den Familien selbst, aber auch gesellschaftlich? Und was hat der zunehmende Rechtsruck in der Gesellschaft womöglich mit alldem zu tun?
Kurzbiografie:
Katrin Himmler ist Politikwissenschaftlerin, Autorin und Großnichte Heinrich Himmlers. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit familiären Überlieferungen über die NS-Zeit, deren kritische Hinterfragung sie als eine wichtige Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung sowohl mit dem Nationalsozialismus als auch mit heutigem Rechtsextremismus und Rechtspopulismus versteht. Veröffentlichungen u.a.: "Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte" (2005) und, gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Michael Wildt, "Himmler privat. Briefe eines Massenmörders" (2014).
Keine Anmeldung erforderlich.

Bild: Matthias Süßen CC BY-SA 4.0
Erinnern heißt verstehen - und Verantwortung übernehmen:
Mehrgenerationenfahrt nach Weimar und zur Gedenkstätte KZ Buchenwald
Vom 13. bis 15. November 2026 - Kosten: 100 € pro Person
Ziel ist, Wissen zu vertiefen, Empathie zu fördern und den Dialog zwischen den Generationen zu stärken und zu vertiefen. Im Geist von Demokratie und Menschenwürde, auch gerade hinsichtlich der rechtsextremistischen Strömungen in unserem Land.
Gemeinsam besuchen wir:
Wir beschäftigen uns mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Shoa - und mit den Fragen: Wie konnten Ausgrenzung, Mitläufertum und Gewalt möglich werden? Und was bedeutet das für uns heute?
Im Preis inbegriffen:

Mit freundlicher Unterstützung durch die Naspa-Stiftung und die Hertie-Stiftung.
