Fortbildungen

Im Folgenden findet ihr eine Übersicht über die vom BDV angebotenen Fortbildungen: Ausflüge, Workshops und Vorträge.  Alle Veranstaltungen richten sich sowohl an unsere Mitglieder als auch alle anderen Interessierten und sind meistens kostenfrei. Bei Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmer:innenzahl werden Vereinsmitglieder bevorzugt berücksichtigt. 

ÜBERSICHT


ANGEBOTE IM DETAIL

Online-Fortbildung mit Marlene Göhl von der Bildungsstätte Anne Frank

SPEAK UP! Umgang mit antidemokratischen Aussagen

Am 26. Mai 2026 um 18 Uhr auf Zoom - kostenfrei

Rechtsextreme Einflussnahme: Strategien, Dynamiken und ihre Wirkung in der Gesellschaft

Gender, Klima, Migration – Positionen rechtsextremer Akteur:innen sind mittlerweile elementarer Teil politischer und gesellschaftlicher Debatten. Unsere plurale und demokratische Gesellschaft sieht sich dadurch an vielen Stellen infrage gestellt und massiv herausgefordert: antidemokratische Positionen sind zunehmend präsent und die Grenzen des Sagbaren verschieben sich.

Die rechtsextreme Diskursverschiebung hat zu einer gravierenden Normalisierung antidemokratischer Positionen geführt, die an vielen Stellen spürbar ist. Stereotype Zuschreibungen, Geschichtsverdrehung, antifeministische, diskriminierende und antidemokratische Haltungen haben ihren Weg in die sogenannte gesellschaftliche Mitte gefunden und wirken bis in den Arbeitsalltag hinein.

Viele Menschen stellen sich darin die Frage, wie sie anhand dieser Entwicklungen handlungsfähig bleiben und ihrem demokratischen Anspruch gerecht werden können.

Der Vortrag schafft einen Einblick in antidemokratische Entwicklungen in unserer Gesellschaft und sensibilisiert für Strategien antidemokratischer Akteur:innen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, was wir tun können, wenn wir im beruflichen, aber auch im privaten Alltag mit antidemokratischen Haltungen und Äußerungen konfrontiert sind.

Referentin: Marlene Göhl von der Bildungsstätte Anne Frank

Diese Fortbildung findet im Rahmen des Ehrentags am 23.05. statt und wird in dem Rahmen von der Deutschen Stiftung Engagement und Ehrenamt gefördert.


Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolpersteinspaziergang

Am 03. Juni 2026 um 18 Uhr in Eltville - kostenfrei

Eltvilles Stadtverordnetenvorsteher Ingo Schon und Bürgermeister Patrick Kunkel laden in jedem Jahr zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus ein. In diesem Jahr wird es eine zusätzliche Veranstaltung geben, die wir gemeinsam organisieren.

„Uns ist es ein Herzensanliegen, dass wir das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und an die nächsten Generationen weitergeben.“ Das unterstreichen Kunkel und Schon gleichermaßen. „Wir wollen eine Verbindung ziehen zwischen dem Gedenken und dem bewussten Engagement für unsere Demokratie.“

Treffpunkt: Ehemaliges Amtsgericht - Schwalbacher Straße 40 in Eltville-Erbach

Keine Anmeldung erforderlich.


Vortrag von Peter Kalb

Die Frankfurter Auschwitz-Prozesse

Am 24. August 2026 um 19 Uhr in der Mediathek Eltville  - kostenfrei

"Der Eindruck ist zu stark, man sollte die Aufnahmen und Dokumente veröffentlichen und an die Schulen tragen, denn dort ist die Desinformiertheit am größten."

- Peter Kalb am 23.08.1965 in der ARD Sendung Panorama

In seinem Vortrag erinnert uns Herr Kalb an die Zeit, in der er als junger Student der Soziologie Zeugen der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt betreute. Während der Prozesse unterstützte er die Überlebenden, die als Zeugen aussagten, und erlebte die Konfrontation der Opfer mit den Tätern. Das berührte ihn zutiefst und diese Erfahrungen prägten sein Leben bis heute.

Mit freundlicher Unterstützung des Lions Clubs Rheingau.

Keine Anmeldung erforderlich.


Vortrag von Katrin Himmler (Großnichte Heinrich Himmlers)

Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte oder:
Wie wurden meine Großeltern Nationalsozialisten?

Am 29. Oktober 2026 um 19 Uhr im Hörsaal 50/51 (Neubau) der Hochschule Geisenheim - kostenfrei

In ihrem Vortrag geht Katrin Himmler der Frage nach, warum der Nationalsozialismus und seine „Herrenmenschen“-Ideologie so attraktiv waren für ihre eigenen Großeltern und für so viele andere Deutsche und erläutert dies unter anderem anhand der Forschungsergebnisse zu ihrer Familiengeschichte, die sie in ihrem Buch „Die Brüder Himmler“ veröffentlicht hat.

Anschließend berichtet sie darüber, wie man in der Himmler-Familie, aber auch in anderen deutschen Familien nach 1945 mit der (Mit-) Verantwortung an den NS-Verbrechen umging. Inwiefern wurde diese Verantwortung verschwiegen, verharmlost und zum Teil noch bis heute geleugnet? Welche Auswirkungen hatten das familiäre Schweigen und die mangelhafte Strafverfolgung von NS-Tätern nach 1945 auf die nachkommenden Generationen - in den Familien selbst, aber auch gesellschaftlich? Und was hat der zunehmende Rechtsruck in der Gesellschaft womöglich mit alldem zu tun? 

Kurzbiografie:

Katrin Himmler ist Politikwissenschaftlerin, Autorin und Großnichte Heinrich Himmlers. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit familiären Überlieferungen über die NS-Zeit, deren kritische Hinterfragung sie als eine wichtige Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung sowohl mit dem Nationalsozialismus als auch mit heutigem Rechtsextremismus und Rechtspopulismus versteht. Veröffentlichungen u.a.: "Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte" (2005) und, gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Michael Wildt, "Himmler privat. Briefe eines Massenmörders" (2014).

Mit freundlicher Unterstützung des Lions Clubs Rheingau.

Keine Anmeldung erforderlich.

Bild: Matthias Süßen CC BY-SA 4.0


Erinnern heißt verstehen - und Verantwortung übernehmen:

Mehrgenerationenfahrt nach Weimar und zur Gedenkstätte KZ Buchenwald

Vom 13. bis 15. November 2026 - Kosten: 100 € pro Person

Ziel ist, Wissen zu vertiefen, Empathie zu fördern und den Dialog zwischen den Generationen zu stärken und zu vertiefen. Im Geist von Demokratie und Menschenwürde, auch gerade hinsichtlich der rechtsextremistischen Strömungen in unserem Land.

Gemeinsam besuchen wir:

  • die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Buchenwald
  • historische Orte in Weimar

Wir beschäftigen uns mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Shoa - und mit den Fragen: Wie konnten Ausgrenzung, Mitläufertum und Gewalt möglich werden? Und was bedeutet das für uns heute?

Im Preis inbegriffen:

  • der Transport (in Kleinbussen)
  • die Unterkunft (in Mehrbettzimmern in der Europäischen Jugendbildungsstätte Weimar, Einzelzimmer mit Zuschlag möglich)
  • Halbpension
  • Kosten für die Führungen und Eintritte vor Ort. 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Naspa-Stiftung und die Hertie-Stiftung.