19.02.2026 Markt für Demokratie und Vielfalt

Hier seht ihr unseren Aufruf, den Bericht und Fotos unserer Aktion und die Logos der, die unserem Aufruf nachgekommen sind und unsere Aktion unterstützt haben


Der Rheingau bleibt bunt!

Ein Fest der Vielfalt und der Haltung

 

Gänsehaut, aber nicht wegen des Wetters!

Was am 19. Februar 2026 auf dem Domplatz in Geisenheim stattfand, war mehr als eine Reaktion auf eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Beatrix von Storch nebenan im Artrium – und zugleich doch genau das: ein klares, öffentliches Zeichen gegen Extremismus.

Der Domplatz wurde zu einem sichtbaren, hörbaren und spürbaren Fest der Demokratie, der Vielfalt und des Zusammenhalts. Es kamen Menschen zu Musik, Gesprächen, Information und Begegnung zusammen. Und um zu zeigen: wir sind nicht einverstanden und wir werden nicht schweigen. Ein starkes, ermutigendes Zeichen.

Das war kein stiller Protest. Gemeinsam wurde gefeiert und zugleich deutlich gemacht, warum wir da sind: weil Vielfalt, Zusammenhalt und Demokratie nicht verhandelbar sind – und weil wir es nicht hinnehmen, dass sie infrage gestellt werden.

Trotz Schnee, Kälte und Nieselregen blieben die Menschen. Sie hörten zu, diskutierten, begegneten sich und tanzten am Ende gemeinsam.

Musik, Haltung und Sichtbarkeit

Auf der Bühne standen Gerald Neubauer, B.Side, Johannes Schöbinger mit Geron Hänsgen sowie Johnny the Pony. Ihre Musik transportierte, worum es an diesem Tag ging: Haltung, Menschlichkeit und Gemeinschaft – als verbindende Kraft jenseits von Parolen.

Die Antwort auf den Song von Geron „Was haben wir schon zu verlieren?“ war spürbar: eine ganze Menge – und genau deshalb stehen wir auf. Für uns, unsere Region und die Zukunft unserer Kinder.

Design von Caro Körner

Rund um die Bühne zeigte sich Vielfalt auch im Marktgeschehen: Initiativen, Vereine, Gruppen, Parteien, Weingüter und Gastronomen boten Essen, Getränke, Gespräche und Informationen. In unserem Bürger*innendialog kamen einige der Ausstellenden selbst zu Wort, konnten sich vorstellen und ihre Motivation zur Teilnahme erläutern.

„Gesicht zeigen gegen Extremismus“: wir alle vor Ort haben das getan. Wer nicht persönlich dort sein konnte, war dennoch dabei – über eine Fotoinstallation auf der Bühne. Auf einem Bildschirm liefen in Dauerschleife über 200 Portraitfotos sowie die Logos der Unterstützenden und machten Solidarität und Rückhalt sichtbar. Und an dem Gedenktag einer grauenhaften Tat haben wir natürlich auch ihre Gesichter gezeigt: die der Opfer aus Hanau. Gesichter, die uns mahnen, was Rechtsextremismus anrichtet.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Lasst uns nicht müde werden, das zu betonen.

Rückhalt aus den Kommunen

Ein starkes Signal kam aus der kommunalen Politik: 6 Bürgermeister aus dem Rheingau waren vor Ort. Stellvertretend sprach Christian Aßmann, Bürgermeister von Geisenheim.

Er erinnerte daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und dass sich Debattenkultur und Miteinander spürbar verändert haben. Demokratie sei verletzlich – weltweit lasse sich beobachten, wie schnell sie angegriffen werden könne. Umso wichtiger sei es, Grenzüberschreitungen klar zu benennen, ohne selbst in Populismus oder Polarisierung zu verfallen.

Aßmann betonte: Die Freunde der Demokratie sind mehr als ihre Feinde. Es gehe darum, sich zu wehren und zu verteidigen – mit sachlichen Argumenten, friedlichen Worten und durch konsequentes Handeln. Dieses beginne nicht nur im Großen, sondern im Alltag: in Nachbarschaften, Vereinen und Kommunen. Wie wir dort miteinander umgehen, entscheide mit über die Zukunft der Demokratie.

Mehr als eine Gegendemo

Diese Veranstaltung war weit mehr als eine Gegendemo. Sie zeigte: Der Rheingau ist bunt. Rechtsextremismus ist keine Meinung. Und wir sind viele.

Demokratie stirbt nicht plötzlich – sie wird leise, wenn Menschen wegsehen.
An diesem Tag hat der Rheingau hingesehen.

Danke – und weiter so!

Unser Dank gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben: den Musikern, Vereinen und Initiativen, dem rund 30-köpfigen Planungsteam, Technik, Sanitätsdienst, Ordner*innen, Foto- und Filmteam, dem Ordnungsamt Geisenheim und der Polizei – und vor allem euch, die gekommen sind, geblieben sind und Haltung gezeigt haben.

Wir gehen mit Dankbarkeit und Zuversicht aus diesem Tag – und mit der Überzeugung:
Gegen diese friedlichen, engagierten Demokrat*innen im Rheingau hat menschenverachtende Ideologie keine Chance.

Der Rheingau bleibt bunt. Jetzt erst recht.

Hinweis: Im Vorfeld hatte der offene Rahmen der Versammlung Diskussionen ausgelöst. Deshalb betonen wir nochmals: Wir vom BDV sind ausdrücklich überparteilich und stehen für demokratische Werte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung ein – gegen Extremismus jeglicher Form. An diesem Tag richtete sich der Protest klar gegen Rechtsextremismus mit seinen entmenschlichenden Aussagen, Taten und Zielen.


Hier sind die Logos der Unterstützer*innen unserer Aktion abgebildet:


Wir als BDV sind ausdrücklich überparteilich und haben für unsere Aktion am 19.02. die demokratischen Parteien, die das in unserer Satzung formulierte Leitbild teilen, für ihre Unterstützung der Aktion und des Slogans "Kein Platz für Extremismus! Der Rheingau bleibt bunt!" angefragt.

Die folgenden Parteien und politischen Vereinigungen haben uns ihre Unterstützung zugesagt: